
Junge Eltern haben es oft nicht leicht, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Vor allem die, die im Schichtdienst arbeiten, sind oft auf flexible Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder angewiesen. Das Montessori-Kinderhaus der Diakoniewerk Neues Ufer gGmbH bietet deshalb Spätgruppen an.
Ein Großteil der Kinder wird bereits gegen halb sechs von den Eltern aus der Kita abgeholt. „Es gab aber immer wieder Anfragen, ob wir unsere Öffnungszeiten nicht ausweiten können und so bieten wir seit drei Jahren die Möglichkeit, das Kind in der Spätgruppe bis 22 Uhr betreuen zu lassen”, erklärt Einrichtungsleiterin Heidemarie Wiesner. Die Spätgruppe ist altersgemischt, da die Nachfrage noch nicht groß genug ist, um die Kinder in die Gruppen Krippe, Kita und Hort zu unterteilen. Die meisten Eltern sichern bei Bedarf die Betreuung ihrer Kinder in den späten Abendstunden durch Familienmitglieder, weil sie das Spätgruppenangebot nicht kennen oder zusätzlichen bürokratischen Aufwand befürchten. „Wir wollen mit unserem Angebot die Eltern entlasten. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kind einen Halb- oder Ganztagesplatz belegt”, so Heidemarie Wiesner. „Eine ganztägige Betreuung - also zehn Stunden - kann sowohl von 8 bis 18 Uhr als auch beispielsweise von 12 bis 22 Uhr erfolgen. Die Eltern müssen einfach nur die gewünschte Betreuungszeit absprechen.”
In der frisch sanierten Kindertagesstätte des Diakoniewerkes Neues Ufer werden zurzeit bis zu 250 Kinder in hellen und freundlichen Räumen betreut. Das hier praktizierte Montessori-Prinzip dessen Grundgedanke die Aufforderung „Hilf mir, es selbst zu tun” ist, wird natürlich auch in den Spätgruppen angewandt. So wird Kindern von früh aufgezeigt, wie sie selbst mit bestimmten Aufgaben und Problemen umgehen können, statt sie ihnen abzunehmen.

Im Juli wird der integrative Kindergarten für ALLE der Diakoniewerk Neues Ufer gGmbH um einen Anbau für zwölf Krippenplätze erweitert. Auch dieser Bereich ist barrierefrei gestaltet, denn in der Einrichtung werden Kinder mit und ohne Behinderung unter Berücksichtigung ihrer verschiedenen Persönlichkeiten und Fähigkeiten individuell und ganzheitlich gefördert.
Den integrativen Kindergarten für ALLE gibt es bereits seit 1992. Damals noch in Rampe gelegen, waren insgesamt 45 Kinder Teil des ersten integrativen Kindergartens in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings war der Bedarf einer Einrichtung mit speziellem Förderprogramm in der Gemeinde Dobin am See schon damals so hoch, dass es im Jahr 2003 zum Einzug in das neue Gebäude in Retgendorf kam. Nun freuen sich die zwölf Krippenkinder der neuen „Regenbogen-Gruppe” auf den Einzug in den Anbau, denn derzeit spielen sie noch in den Räumen des Gemeindehauses.
In den sechs anderen der nun insgesamt sieben Gruppen werden die Kinder altersgemischt und nach den reformpädagogischen Richtlinien Maria Montessoris betreut. „Dem Leitsatz 'Hilf mir, es selbst zu tun' entsprechend werden unsere Kinder in einer vorbereiteten Umgebung gefördert. Dabei stehen ihnen verschiedene Materialien zur Verfügung, mit denen sie auf spielerische Art und Weise Alltagskenntnisse erwerben können”, so Angela Folgmann, Leiterin der Einrichtung. Auch lernen die Kinder durch die altersgemischten Gruppen voneinander, die Jüngeren können von den Fähigkeiten der Älteren profitieren und umgekehrt - wie bei Geschwistern. „Auf diese Art und Weise werden die Kinder in ihrer Selbstständigkeit gefördert und können später neue Situationen besser meistern”, so Folgmann.
In drei Gruppen finden zwölf Kinder mit besonderem Förderungsbedarf ihren Platz. Erzieherinnen mit Montessori-Diplom sowie mit besonderen Zusatzausbildungen in Psychomotorik und Religionspädagogik, Heilerzieherinnen und Spracherzieherinnen begleiten die Kinder.

Individuelle Interessen der Schüler zusätzlich fördern
Die Montessori-Schule des Diakoniewerks Neues Ufer ist eine Einrichtung, in der Kinder in jahrgangsgemischten Klassen mit- und voneinander lernen. Neben gängigen Schulfächern wie Deutsch, Mathematik oder Geografie stehen zusätzlich frei wählbare Angebote zur Auswahl. Diese sollen die individuellen Interessen und Stärken der Kinder fördern.
„Wir möchten den Kindern dabei helfen, selbstständig zu werden und Verantwortung zu übernehmen”, so Schulleiter Wolfgang Köhn. „Dazu trägt zum Beispiel die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf auf den Gebieten Lernen, Sprache, emotionale, soziale, geistige und motorische Entwicklung sowie Hören bei. Zum anderen veranstalten wir in jedem Jahr den Markt der Möglichkeiten. Da können die Schüler aus einer Vielzahl von außerschulischen Aktivitäten wählen.” Dazu gehören unter anderem Angebote wie Theater, Fechten, Ballett, Hockey, Zirkus, Eltern-Kind-Orchester, Museumspädagogik und noch viel mehr. Der Markt der Möglichkeiten beginnt stets mit einer Aufführung der Schüler. Im Anschluss können sich die Kinder an den verschiedenen Ständen über die Angebote informieren oder sich die Produkte und Vorführungen der Schüler ansehen, die die Kurse bereits besucht haben. In den ausliegenden Listen können sich dann bis zu 20 Schüler einschreiben. Die Angebote werden von Lehrern, Erziehern, Eltern oder externen Spezialisten geleitet. Das diesjährige Eröffnungsprogramm war das von Schülern geschriebene Theaterstück „Morisontes Dachbodengeschichten” und wurde bereits auf dem Uferfest und bei der Ataraxia aufgeführt. Kinder, deren Eltern sie für die Montessori-Schule angemeldet haben, können Vorschulveranstaltungen besuchen. Dort werden sie themenspezifisch zu verschiedenen Lehrangeboten informiert. In Zukunft werden diese Treffen offener gestaltet, damit auch Kinder kommen können, deren Eltern Interesse an den Methoden in der Schule haben.
Das Schuljahresprogramm, der Schuljahresplan und die schulinternen Lehrpläne können auch unter www.neues-ufer.de eingesehen werden.
Traditionelles Uferfest unter dem Motto „Sesam öffne Dich”
Am 14. Mai veranstaltet das Diakoniewerk Neues Ufer das Uferfest in Rampe. Unter dem Motto „Sesam öffne Dich” wird am Ostufer des Schweriner Sees wieder buntes Treiben herrschen. Wer sich passend zum Thema 1001 Nacht verkleidet, kann am Kostümwettbewerb teilnehmen. Das Uferfest beginnt um 11 Uhr mit einer Andacht in der Baumkirche während der die neue Glocke eingeweiht wird.
Auf der eigens aufgebauten Musikbühne präsentieren Kinder und Erwachsene aus verschiedenen Einrichtungen des Diakoniewerkes ihr musikalisches und schauspielerisches Können. Passend zum diesjährigen Motto haben Besucher auch die Gelegenheit, orientalischen Stuhltanz, Bauchtanz und Feuerspucker zu bestaunen. Für den richtigen Sound sorgt unter anderem die Band der Ramper Werkstätten.
Auf der Festwiese warten Spiel und Spaß für die ganze Familie. Zu den Highlights gehören mit Sicherheit das Handkurbelkarussell, zwei Hüpfburgen und das Eselreiten. Außerdem wird ein echtes Kamel seine Runden auf der Wiese drehen. Beim Glücksrad und der Tombola wartet Glücksgöttin Fortuna darauf, herausgefordert zu werden. Wer selbst kreativ werden möchte, kann sich bei einem der zahlreichen Bastelstände versuchen.
Gegrilltes und Vegetarisches, Lammtopf, orientalisch gewürztes Hähnchengeschnetzeltes im Fladenbrot sowie Eis, Kuchen und Popcorn lassen auch aus kulinarischer Sicht keine Wünsche offen. Auf dem traditionellen Handwerkermarkt locken neben Bäcker, Schmied und Korbflechter auch Stände mit Schmuck, Kunst, Keramik und Lederwaren zum ausgiebigen Bummeln und Stöbern. Mit dabei natürlich auch Produkte der Ramper Werkstätten. Diese veranstalten, wie auch das Altenpflegeheim, zeitgleich einen Tag der offenen Tür.

Diakoniewerk Neues Ufer übernimmt Trägerschaft für Kita Zwergenland in Wittenförden
"Ich schütze nur, was ich liebe. Ich liebe nur, was ich kenne. Ich kenne nur was ich wahrnehme. Ich nehme nur wahr, was für mich eine Bedeutung hat. Gebt den Kindern die Natur, so benutzen sie ihre Fantasie.", ist das Motto des natur- und sachbezogenen Lernens in der Kita Zwergenland in Wittenförden.
"Es hilft den Kindern, die Zusammenhänge zwischen der Natur und der durch den Menschen gestalteten Umwelt zu erkenn.", so erklärt Kitaleiterin Kerstin Funk.
Unterstützung in ihrer Arbeit, findet Frau Funk nun seit dem 1. August 2010 durch den neuen Träger der Kindertagesstätte. Neben den Einrichtungen im Bereich Behinderten- und Altenhilfe bereichern damit nun dreizehn Kindergärten das Neue Ufer.

Gemeinsam ist man nicht allein
Altenhilfezentrum in Pinnow steht im Rohbau
Der Rohbau des Altenhilfezentrums in Pinnow ist fertig. Jetzt beginnt der Innenausbau. Im Frühjahr 2011 werden dann die ersten Bewohner ihr neues Domizil beziehen. Gefeiert wurde aber schon jetzt.
Eingebettet in die Pinnower Gemeinschaft, wird hier den zukünftigen Bewohnern, Altenpflege auf höchstem Niveau geboten. Nach einer Bauzeit von gerade einmal 4 Monaten freuen sich alle am Bau Beteiligten über die Zwischenstation Richtfest, die auf dem Areal am Middeldrift gefeiert werden konnte.
Zahlreiche Gäste, unter ihnen Probst Marquard, sprachen ihre Freude über das neue Projekt im Neuen Ufer aus.
Das neue Altenhilfezentrum ist als ein Komplex aus vielen Angeboten zu verstehen.
Neben dem für 72 Bewohner konzipierten Pflegeheim, wird in mehrern Bauabschnitten, auch Raum für das Leben in Wohngruppen geschaffen.
Nachbarschaftliches Miteinander, soziale Betreuung und Beratung spielen auch im Betreuten Wohnen eine große Rolle. Hierfür entstehen in Pinnow 35 Wohnungen, in denen Menschen im Alter barrierefrei und dennoch selbständig leben können.
Somit wird das Altenhilfezentrum in Pinnow mit seinen drei verschiedenen Konzepten allen Bedürfnissen älterer Menschen in jeder Lebensphase gerecht.
Bella, Trine, Pünktchen und Anton sind nur einige der vierbeinigen Co-Therapeuten im Bereich Tiergestützte Pädagogik im Neuen Ufer. Kinder, Menschen mit Behinderungen und Senioren profitieren von der Arbeit mit den Tieren.
Unter der Anleitung von Sozialpädagogin mit Zusatzqualifikation in Tiergestützuter Pädagogik, Andrea Hauser, werden die Sinne der Teilnehmer auf vielfältige Weise angesprochen und aktiviert. Während die Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen zum Kuscheln und Streicheln animieren, fördert der Umgang mit den Eseln das Selbstbewusstsein und die Motorik. Die Minischweine laden zur Beobachtung ein und runden das Konzept dadurch ab, dass sie nicht als Haus- und Streicheltiere gelten
Alle eingesetzten Tiere leben in individuell gestalteten artgerechten Gehegen und Ställen, denn nur bei bedürfnisgerechter Haltung können sie positiv in der Arbeit wirken. Wir arbeiten eng mit Tierschutzorganisationen zusammen.
Tiergestützte Pädagogik im Diakoniewerk Neues Ufer und Mensch und Tier geht's gut!

Diakoniewerk Neues Ufer gGmbH
Willi-Bredel-Straße 48
19059 Schwerin
Tel.: 0385 799991
Fax: 03866 67-110
Postanschrift:
Retgendorfer Straße 4
19067 Rampe
Tel.: 03866 670
Fax: 03866 67-110
E-Mail: info(at)neues-ufer.de
