Thomas Tweer
Geschäftsführer

Diakoniewerk
Neues Ufer gGmbH

Retgendorfer Straße 4
19067 Rampe

Fon: 03866 67-0
Fax: 03866 67-110


Kontakt per Mail


Google Maps

Mit Einzelförderung die Stärken der Kinder hervorheben

Mobile und ambulante Hilfe gibt den Jüngsten Selbstvertrauen

Crivitz • Wäscheklammern sind ein tolles Spielzeug. Zumindest für Mika. Der Zweijährige liebt es mit den Plastikklemmen zu hantieren, sie nach Farbe zu sortieren, sie sich sogar auf die Finger zu stecken. Denn Mika ist sehr neugierig, interessiert sich für alles, probiert vieles aus. Allerdings spricht er für sein Alter zu wenig. Da greift die Frühförderung. Auch das Diakoniewerk Neues Ufer bietet diese pädagögische Unterstützung an. Sie orientiert sich an der Gesamtpersönlichkeit des Kindes und schließt die Begleitung, Beratung und Unterstützung der Eltern mit ein.

Im September dieses Jahres erhielt das Diakoniewerk Neues Ufer den Nachhaltigkeitspreis der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG und wurde damit für ihr Projekt „Stärken der Kinder stärken, um Schwächen zu Schwächen” ausgezeichnet. An diesem Prinzip orientiert sich auch die Frühförderung des diakonischen Trägers. „Oft haben Eltern das Gefühl, dass ihr Kind besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigt. Sie sind unsicher, ob der Weg oder das Lerntempo für ihr Kind angemessen sind. Dann können sie sich an uns wenden. Wir greifen die Stärken der uns anvertrauten Kinder auf und arbeiten somit die Schwächen auf”, erklärt Jana Drüsedau-Lang, Einrichtungsleiterin der Pädagogischen Frühförderung. „Wir”, das sind insgesamt sechs Kolleginnen, die sich auf die pädagogische Unterstützung von Kindern bis sechs Jahren spezialisiert haben. Sobald Eltern das Gefühl haben, dass ihr Kind beispielsweise zu wenig spricht, es kaum Interesse am Spielen zeigt oder Bewegungsabläufe ständig wiederholt, kann beim Sozialamt ein Antrag auf Hilfe gestellt werden. Oft werden diese Entwicklungen bei den Kindervorsorgeuntersuchungen erkannt. Auch wenn das Kind seine Kräfte nicht einschätzen kann, sehr langsam reagiert oder durch eine zu frühe Geburt die Möglichkeit einer Behinderung besteht, kann Hilfe in Anspruch genommen werden. Dieser erste Eindruck wird anschließend von einem Amtsarzt, beauftragt durch das Sozialamt, überprüft. Er leitet seine Empfehlung der Weiterbehandlung, möglicherweise Ergotherapie, Logopädie oder Frühförderung, an den Sachbearbeiter des Sozialamtes weiter. Dieser entscheidet letztendlich, wie die Entwicklung des Kindes gefördert werden kann.
Bei Mika wurde sich für die Frühförderung entschieden. „Mika ist sehr aufmerksam, will alles anfassen und ausprobieren. Und er interessiert sich für Fahrzeuge und Tiere. Darauf können wir nun aufbauen”, so Drüsedau-Lang. „Unter anderem puzzelt er sehr gern mit einem Tierpuzzle, das, wenn man die Tiere richtig auflegt, die entsprechenden Geräusche macht. Mit Fragen wie 'Wie macht die Kuh?' oder Reizen wie 'Das Schaf macht mäh!' schaffen wir es, dass er gerne antwortet.” Auf diese spielerische Weise nutzt die Pädagogin seine Neugierde, um das Sprechen anzuregen.
Die Fördereinheiten können, je nach Wunsch der Eltern, entweder in den eigenen vier Wänden, in der Kita oder auch in der Frühförderstelle stattfinden. „Wichtig ist es uns, nicht nur ein Vertrauensverhältnis zum Kind aufzubauen, sondern auch zu den Eltern. Wir sind da, um zu helfen. Unsere Aufgabe ist es daraufhin, ganzheitlich und nachhaltig unsere Schützlinge in ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken”, sagt die Pädagogin.

Zurück