Thomas Tweer
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Diakoniewerk
Neues Ufer gGmbH

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Bei der Arbeit der Fantasie freien Lauf lassen

Ramper Werkstätten fördern Individualität der Beschäftigten

Rampe • Montagmorgen, 8 Uhr. Angelika Kliesch öffnet die Türen der Kreativwerkstatt und freut sich auf eine neue Woche gemeinsam mit ihren Mitarbeitern. Die Kreativwerkstatt ist Teil der Ramper Werkstätten und ermöglicht derzeit 14 Menschen mit Behinderungen, je nach ihren individuellen Fähigkeiten Erzeugnisse eigenhändig herzustellen. In der Gestaltung und Bearbeitung unter anderem von Holz, Ton und Papier entsteht eine reichhaltige Palette von Eigenprodukten und Erzeugnissen nach Kundenwunsch. Mit dem bevorstehenden Herbst werden schon wieder die ersten Kerzen und Schals für die kalten und kürzer werdenden Tage vorbereitet.

Seit April 2010 existiert die Kreativwerkstatt nun schon. Gruppenleiterin Angelika Kliesch ist Frau der ersten Stunde. „Vorher waren die Mitarbeiter im Bereich Montage beschäftigt”, so die 57-Jährige. Auch dort war sie bereits Gruppenleiterin und arbeitete mit Beschäftigten zusammen, die nun in der Kreativwerkstatt tätig sind. „Brigitte Piel beispielsweise ist seit 1994 in den Ramper Werkstätten tätig. Während meiner Arbeit in der Montage besaß ich bereits einen Webstuhl, an dem ich Muster und Techniken ausprobierte. Frau Piel zeigte mit der Zeit auch großes Interesse und traute sich an das Gerät. Heute erstellt sie unter anderem robuste Teppiche und feine Schals”, erzählt Angelika Kliesch. Derzeit stehen den Beschäftigten insgesamt fünf große Webstühle sowie drei kleinere Webrahmen zur Verfügung.
Auch Michael Wollenschläger hat das Weben für sich entdeckt. „Aus gesundheitlichen Gründen war es für ihn nicht mehr möglich, seiner Beschäftigung in der Tischlerei nachzugehen. Seit knapp einem Jahr ist er nun hier und es gefällt ihm sehr gut. Er arbeitet sehr zuverlässig und ist wirklich kreativ, denkt sich eigene Muster für die Schals aus und setzt sie selbstständig um”, so Kliesch. Doch auch seine Kenntnisse aus der Tischlerei konnte Michael Wollenschläger bereits für die Webabteilung nutzen. Für jeden Webstuhl stellte er ein Holzkästchen her, in dem die wichtigsten Utensilien für das Weben Platz finden.
Mit eigens produzierter Schafwolle und anderen Naturgarnen wird in der Kreativwerkstatt zudem gesponnen, gestrickt und gefilzt.
Eine Reihe von Projektarbeiten, Einschöpfarbeiten, Stempeln, Pappmache sowie Kartonagen werden gemeinsam mit Künstlern aus der Region entwickelt.
Je nach Auftragslage, Kundenwunsch und natürlich auch Jahreszeit werden Schwerpunkte gesetzt. So werden nun auch wieder vermehrt Christbaum-, Tafel- und Stumpenkerzen festagstypisch in der Kerzenzieherei hergestellt.
Während ihrer Arbeitszeit in der Kreativwerkstatt können die die Beschäftigten auch bis zu 2 Stunden in der Woche an arbeitsbegleitenden Maßnahmen teilnehmen. Dazu zählen unter anderem auch Ergo- sowie Physiotherapiestunden. „Diese Maßnahmen bilden einen guten Kontrast zum Arbeitsalltag und bringen Abwechslung”, sagt Kliesch.
Bei Fragen, Ideen und Aufträgen für die Kreativwerkstatt können sich Interessenten gern unter der Telefunnummer (03866) 6 71 21 oder E-Mail wfbm@neues-ufer.de an die Ramper Werkstätten wenden.

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