Thomas Tweer
Geschäftsführer

Diakoniewerk
Neues Ufer gGmbH

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Diakonie-Kitas setzen auf alltagsintegrierte Sprachförderung

Sprachexpertinnen dank Bundesoffensive „Frühe Chancen”

Schwerin • Die Kitas der Diakoniewerk Neues Ufer gGmbH, Lankower Spielhaus und Evangelisches Integratives Montessori-Kinderhaus, zählen seit Anfang Juli zu den deutschlandweit rund 4.000 Einrichtungen, die sich für die Offensive „Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) qualifiziert haben. Im Fokus liegt die alltagsintegrierte Umsetzung elementarer Sprachförderprozesse, um Kinder mit Migrationshintergrund sowie Kinder aus bildungsbenachteiligten, spracharmen Familien beim Erwerb und der Verbesserung sprachlicher Kenntnisse im Deutschen zu unterstützen.

„Im Rahmen dieses Programms konnten wir nun in jeder der beiden Kitas halbtags eine Sprachexpertin einstellen. Ihr Aufgabenfeld bezieht sich auf drei Zielgruppen: die Kinder, die Kollegen und die Eltern”, erklärt Regina Möller, Bereichsleiterin der Regelkindertagesstätten des Diakoniewerks Neues Ufer. Die Sprachförderkräfte beraten die Erzieher dahingehend, dass sprachliche Ressourcen der Kinder effektiver ausgenutzt werden und ihnen somit ein besseres Sprachgefühl und ein größerer Wortschatz zur Verfügung stehen. „Statt einer Einzelförderung begleiten unsere Sprachexpertinnen die Kinder in ihrem Kita-Alltag und greifen in Zusammenarbeit mit den Erziehern die Sprachmotivation der Kinder mit Themen wie Musik, Bewegung oder Naturwissenschaften auf”, so Möller.
Mit der Zeit werden die Kinder fähig sein, ihre eigene Sprache selbst zu reflektieren. Dies hat nicht nur Einfluss auf den Bereich der Begriffsbildung, sondern auch auf die Fähigkeit des Mitgefühls und Rollenwechsels. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Krippenkindern, denn der intensive Erzieher-Kind-Kontakt bei den unter Dreijährigen, unter anderem beim Wickeln und Anziehen, ist eine gute Basis, um direkt auf die Sprachentwicklung Einfluss zu nehmen. Ebenso viel Wert wird auf die Zusammenarbeit mit den Eltern gelegt. Auf Elternabenden oder während des „Elterncafés”, das jeden Mittwoch im Lankower Spielhaus stattfindet, soll die Sprachförderung auch innerfamilär Unterstützung finden. Hier wird die Sprachexpertin besonders teamunterstützend wirksam, damit der Austausch und dieKooperation mit den Eltern intensiviert werden kann.
Die Sprachexpertinnen selbst qualifizieren sich durch eine Montessori-Ausbildung und spezielle sprachheilpädagogische sowie logopädische Weiterbildungen, die regelmäßig fortgeführt werden. Ziel soll es sein, dass nach Ende des Programms 2014 die Kitaleiterinnen und ihr Team als sogenannte Multiplikatoren auftreten und ihr Wissen an weitere Einrichtungen des Diakoniewerks Neues Ufer weitergeben. Somit können auch andere Kinder, Erzieher und Eltern vom Programm „Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration” profitieren.

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