Thomas Tweer
Geschäftsführer

Diakoniewerk
Neues Ufer gGmbH

Retgendorfer Straße 4
19067 Rampe

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Geschäftsführer des Diakoniewerk Neues Ufer verabschiedet

Bernd Budde geht neue Wege

Rampe • Nach 20 Jahren stetigem Engagement wurde Bernd Budde am vergangenen Mittwoch als Geschäftsführer verabschiedet. Vor den Augen von rund 150 Gästen aus dem Diakoniewerk, der Stadtverwaltung Schwerins sowie weiteren sozialen Trägern verlieh Landespastor Martin Scriba Bernd Budde das Kronenkreuz der Diakonie in Gold für langjährige Dienste in Kirche und Diakonie.

Auf einem ehemaligen Gelände der Staatssicherheit 1990 erbaut, prägte kaum ein anderer seit 1993 das Leitbild des Diakoniewerks wie Bernd Budde: „Damals hatte die Einrichtung etwa 60 Mitarbeiter und richtete ihren Fokus auf die Hilfe für Menschen mit Behinderungen. Es galt der Vorwurf, eine Art Anstaltsdiakonie zu führen. Doch von diesem Vorurteil, Menschen mit Behinderungen außerhalb der Gesellschaft leben zu lassen, wollten wir uns trennen”, so der 61-Jährige. Nach dem Prinzip der Inklusion setzte Budde schon damals alles daran, dass die Bewohner je nach Möglichkeit selbstständig in Rampe und später auch in der Stadt leben konnten. Was damals mit zwei Bewohnern anfing, heißt heute Ambulant Betreutes Wohnen und zählt über 70 Teilnehmer.
„Bernd Budde trägt einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Diakoniewerks Neues Ufer”, so Landespastor Martin Scriba. „Es war ihm stets ein Anliegen, Ausgegrenzte wieder in die Mitte zu holen. Im Namen des Präsidenten der evangelischen Kirche Deutschlands, Johannes Stockmeier, möchte ich Bernd Budde heute hier für sein unermüdliches Engagement das goldene Kronenkreuz überreichen”, sagte Scriba und steckte Bernd Budde die Auszeichnung persönlich an. Neben zahlreichen Glückwünschen für die Zukunft gesellten sich auch kleine künstlerische Darbietungen. So sangen die Kinder des Kindergartens für ALLE aus Retgendorf ein eigens für Bernd Budde umkomponiertes Lied. Und auch die Schüler aus der Weinbergschule hatten ein Programm vorbereitet.
Kostümiert als Shantychor wünschten sie Bernd Budde in Anspielung auf seine neu gewonne Freizeit eine gute Reise.
Dieser plant nun wieder alte Hobbys aufzunehmen. „Ich möchte wieder mehr joggen. Und auch dem Drechseln möchte ich wieder mehr nachgehen. Dafür habe ich mir in meinem neuen Haus auch eigens eine kleine Werkstatt eingerichtet. Ich denke, nun werde ich wieder vermehrt Zeit dafür haben.”
Seiner Zukunft sieht er mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen: „Natürlich werde ich meine Kollegen vermissen. Täglich haben sie mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Aber in meiner neuen Beschäftigung als Berufsbetreuer sehe ich wieder eine neue Herausforderung sowie ein neues Wirkungsfeld. Darauf freue ich mich.”

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