Thomas Tweer
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Kitakinder stellen sich Mutproben und stärken ihre Abwehr

Neumühler Strolche kneippen gegen Erkältung und Krankheit

Schwerin • Jedes Kind hat den Wunsch, seine Welt zu erforschen und zu begreifen. Es möchte sich sprachlich äußern, eigenständig tätig sein und ist bereit, etwas zu lernen. Die evangelische Kneipp®-Kita Neumühler Strolche des Diakoniewerks Neues Ufer bietet den Kindern vielfältige Möglichkeiten und Bedingungen dafür. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einer Erziehung zur gesunden Lebensweise. Dabei fließen viele Erkenntnisse der Kneippschen Gesundheitslehre in den Alltag der Kinder ein. Besonders beliebt ist das Wassertreten und der Ausflug an den Lankower See. Die Drei- bis Sechsjährigen stärkten ihr Abwehrsystem durch das Waten im Wasser.

Voller Vorfreude machten sich die Neumühler Strolche am vergangenen Dienstag zum Lankower See auf. Unterwegs dorthin stellten sich ihnen große Brennnesselstauden in den Weg - kein Problem für die naturverbundenen Kinder. Nur zu gerne absolvierten sie die Mutprobe, die ihnen Erzieherin Antje Müller stellte: Wer traut sich, die brennenden Blätter anzufassen und zu essen? Nick-Pepe war einer der ersten. Wie es ihm Antje Müller vormachte, strich er von Blattstiel zur Spitze, faltete es dann zusammen und steckte es flink in seinen Mund: „Hmm, lecker. Und es tat gar nicht weh”, sagte der Sechsjährige mit einem breiten Grinsen. Spielend lernen die Neumühler Strolche, sich in der Natur zurechtzufinden und deren Kräfte für sich und ihre Gesundheit zu nutzen - ganz dem Prinzip Sebastian Kneipps entsprechend. „Unsere Kita ist seit 2008 eine zertifizierte Kneipp®-Kita und war die erste in ganz Schwerin. Durch regelmäßige Weiterbildungen frischen wir unser Wissen auf und verlängern so unsere Zertifizierung.Entsprechend der fünf Säulen Kneipps, Lebensordnung, Wasseranwendung, Kräuter und Heilpflanzen, Ernährung und Bewegung, vermitteln wir unseren Kindern eine pädagogisch wertvolle Erziehung. Sie lernen gesunde Ernährung kennen, entspannen mit Yoga, erforschen die Natur und bewegen sich viel”, so die stellvertretende Leiterin Antje Müller.
Wassertreten steht bei den Kids ganz oben auf ihrer Favoritenliste. Kaum am Lankower See angekommen, zogen sie so schnell es ging Schuhe und Socken aus, krempelten sich die Hosenränder hoch und begannen mit dem Wassertreten am Ufer des Lankower Sees. „Rauf und runter, rauf und runter, so machst du deine Glieder munter”, sangen sie dabei im Chor. Selbst den Kleinsten der Bärengruppe macht das Waten durchs Nass großen Spaß. „Das ist lustig, wie ein Storch durchs Wasser zu gehen”, sagt die dreijährige Lia.
Zwischenzeitig war es jedoch nicht nur an den kleinen Füßen nass. Den Regen nahmen die Kids jedoch sehr gelassen. „Wir mögen Regen, wir sind ja auch nicht aus Zucker”, waren sich Nadja und Charlotte, beide fünf Jahre alt, einig.
Neben Regen haben sie auch eine besondere Vorliebe für kleine Krabbeltiere. Den Grashüpfer, den Charlotte morgens noch zu Hause gefunden hat, nahm sie einfach mit zum Ausflug und setzte ihn im Wald aus. Doch das Insektenglas um ihren Hals blieb nicht lange leer. „Lotti, hier ist eine Assel!” und „Lotti, hier ist ein Spinne!” hallte es beim anschließenden Ausflug in den Wald nur so durch das Gehölz. Die Kinder hatten keine Berührungsängste vor den Krabbeltieren. Und damit auch diejenigen, die nicht teilnehmen konnten und in der Kita geblieben sind, die Kellerasseln begutachten konnte, nahm die Fünfjährige gleich vier Exemplare wieder mit in die Einrichtung.

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