Thomas Tweer
Geschäftsführer

Diakoniewerk
Neues Ufer gGmbH

Retgendorfer Straße 4
19067 Rampe

Fon: 03866 67-0
Fax: 03866 67-110


Kontakt per Mail


Google Maps

Viel Spaß mit den Tieren aus Madagascar 3

Capitol spendierte Kinobesuch für alle Weinbergschüler

Schwerin • Um einen Kinosaal voller Schüler zum Lachen zu bringen, braucht es vier ganz besondere Tiere: ein vor Kraft strotzender Löwe namens Alex, seinen besten Freund Marty, das Zebra, Melman, eine hypochondrische Giraffe mit Höhenangst und Gloria, das divenhafte Nilpferdweibchen. Dies sind die vier Hauptcharaktere des aktuellen Kinofilms Madagascar 3. Möglich wurde der Kinobesuch durch Sandra Dankert. Die 22-jährige ist Auszubildende für Heilerziehungspflege und absolvierte ihr Praktikum in der Einrichtung des Diakoniewerkes Neues Ufer. Da sie nebenberuflich im Kino Capitol arbeitet, konnte sie den Kontakt herstellen und bescherrte den Schülern einen unvergesslichen Ausflug.

Ungeduldig warteten am vergangenen Dienstag die Schüler der Weinbergschule vor dem Capitol. Als alle versammelt waren, ging es gemeinsam in die Empfangshalle des Filmpalastes. Dort wartete eine Bekannte auf die 82 Schüler: Praktikantin Sandra Dankert. Im vergangenem Jahr begann sie an der Beruflichen Schule für Gesundheit und Soziales eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin und absolvierte jetzt ein Praktikum in der Weinbergschule.
Für einige Schüler war es schon ein bisschen ungewohnt, Sandra hinter dem Verkaufsthresen zu sehen. Denn die junge Frau verbessert ihr Auszubildenengehalt mit einem Nebenjob im Kino auf. Dadurch erfuhr auch ihr Chef und Theaterleiter Dirk Mattenklott von ihren Schülern und spendierte ihnen sowie den Lehrern kurzerhand einen Kinobesuch. „Das war eine große Überraschung, als ich am letzten Tag meines Praktikums von dem Kinobesuch erzählte. Alle waren ganz aufgeregt und erkundigten sich nach dem Film. Mit Madagascar 3 lag die Auswahl genau richtig”, erinnert sich Sandra Dankert.
Ihren Schützlingen eine Freunde machen, ist einer der Hauptgründe ihres Berufsweges. Doch auch persönliche Erfahrungen spielten eine entscheidende Rolle. „Meine Schwester leidet unter der Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) und mein Bruder unter der Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung (ADHS). Da wollte ich gern wissen, wie ich als Schwester mit ihnen richtig umgehen kann und was ich tun kann, um ihre Lebensumstände zu verbessern. Meine Mutter stand bei dieser Berufswahl sofort hinter mir”, sagt Sandra Dankert. Während des Praktikums in der Weinbergschule konnte die 22-Jährige viele praktische Erfahrungen sammeln. Sie half den Schülern beim Lesen und Rechnen, gestaltete Morgenkreise und unterstützte das Klassenteam in der Projektwoche zum Thema Ernte. Der Kinobesuch war ein gelungener Abschluss ihrer Zeit an der Weinberschule.
Nach ihrer Ausbildung möchte Sandra Dankert eventuell Sonderpädagogik studieren und sich um schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen kümmern. „Der größte Dank ist ein Lächeln. Dafür werde ich mich mit voller Kraft einsetzen”, so Sandra.

Zurück